Die israelische Oboistin Tamar Inbar wurde bereits als Teenager Mitglied des West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim. Anschließend setzte sie ihre Laufbahn als Solo-Oboistin im Rishon LeZion Israeli Opera Orchestra, im Mozarteumorchester Salzburg sowie beim Argovia Philharmonic fort. Darüber hinaus musiziert sie regelmäßig mit der Kammeroper München.
Als Gast-Solooboistin spielte sie unter anderem mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Bayerischen Staatsoper, dem Orchester der Mailänder Scala, dem Münchner Rundfunkorchester, der Oper Frankfurt, dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, der Camerata Salzburg, dem Münchener Kammerorchester, dem Münchener Bach-Orchester, den Münchner Symphonikern sowie dem Jerusalem Radio Symphony Orchestra. Mit diesen Orchestern trat sie in renommierten Konzertsälen weltweit unter der Leitung einiger der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit auf.
Als Solistin konzertierte sie mit Orchestern wie dem China National Symphony Orchestra, dem Kuopio Symphony Orchestra (Finnland), dem Rishon LeZion Symphony Orchestra, dem Münchener Bach-Orchester, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und dem Barockorchester La Folia.
Tamars größte Leidenschaft gilt jedoch der Kammermusik. Sie ist regelmäßig Gast bei internationalen Musikfestivals wie dem Davos Festival (Schweiz), dem Jerusalem International Chamber Music Festival (Israel), dem Storioni Festival (Niederlande), dem Boswiler Sommer (Schweiz), dem Kammermusikfestival Intonations (Berlin), dem Rolandseck Festival, dem Movimentos Festival (Wolfsburg), dem Festival PAAX GNP (Mexiko), dem Chiemgauer Musikfrühling, der Musikfestwoche Meiringen (Schweiz), dem Usedomer Musikfestival sowie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.
Dabei musizierte sie gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern wie Sergio Azzolini, Karl-Heinz Steffens, Emmanuel Pahud, Radek Baborák, Elena Bashkirova, John Storgårds, Claire Huangci, Christoph Prégardien, Waltraud Meier und dem Meta4 String Quartet.
Parallel dazu widmet sich Tamar dem Spiel barocker Musik auf Blockflöte und Barockoboe. Dabei arbeitet sie eng mit Saskia Fickenscher und Dorothee Oberlinger zusammen.
Im Sommer 2023 veröffentlichte Tamar ihr erstes Soloalbum beim Label Solo Musica.
Ihre musikalische Ausbildung begann sie im Alter von acht Jahren auf der Blockflöte bei Alex Fialko und später bei Bracha Kol. Mit zwölf Jahren begann sie Oboe zu spielen und setzte ihre Ausbildung bei Dudu Carmel in Tel Aviv fort. Unter seiner Anleitung absolvierte sie ihr Oboenstudium an der Jerusalem Academy of Music and Dance, wo sie den ersten Preis beim Solistenwettbewerb der Akademie gewann.
Anschließend studierte sie bei Thomas Indermühle an der Hochschule für Musik Karlsruhe sowie im Masterstudium bei Stefan Schilli an der Universität Mozarteum Salzburg. Ihre musikalische Ausbildung wurde durch Stipendien der America-Israel Cultural Foundation und der Barenboim-Said Foundation gefördert.