Die Salzburger Sopranistin Marianna Herzig widmete sich bereits früh – ausgehend vom Violoncello – auch dem Theater und dem Gesang. Nach dem Bachelorstudium mit Auszeichnung am Mozarteum Salzburg bei Michèle Crider setzte sie ihr Masterstudium an der Bayerischen Theaterakademie August Everding bei Íride Martínez fort. Prägend für ihren Schwerpunkt in der historischen Aufführungspraxis waren insbesondere die Zusammenarbeit und künstlerischen Impulse von Vivica Genaux, Josef Wallnig, Andreas Scholl, Hansjörg Albrecht, Evelyn Tubb, Werner Ehrhardt, Terry Wey und vielen weiteren.
Marianna Herzig ist Preisträgerin internationaler Wettbewerbe, darunter des Haydnwettbewerbs, der Kammeroper Schloss Rheinsberg, des Mercatali-Wettbewerbs für Kammermusik sowie des G. Blobel Awards „Addicted to Bach“. Darüber hinaus ist sie Stipendiatin der Hasse-Gesellschaft München und von Live Music Now Salzburg.
Als Kammermusikerin verbindet sie eine enge Zusammenarbeit mit der Salzburger Hofmusik unter der Leitung von Wolfgang Brunner sowie mit L’arte del mondo unter der Leitung von Werner Ehrhardt. Diese führte sie unter anderem zu den Musikwochen Millstatt, zum Festival St. Gallen, zur Konzertreihe 11-11 in Olching, zur Bachbiennale Weimar sowie zum Festival der Haydnregion Niederösterreich. Mit dem Mandelring Quartett war sie zuletzt beim Festival Concerti Corti zu erleben.
Auf der Opernbühne verkörperte sie unter anderem Serpina in La Serva Padrona, Vespetta in Pimpinone, Henriette in Die Ährenleserin (erschienen bei cpo), Dalinda in Ariodante, Hodel in Anatevka, Isifile in Il Giasone, Blonde in Die Entführung aus dem Serail an der Kammeroper Schloss Rheinsberg, Grille und Papagei in Pinocchio am Theater Osnabrück, eine Meerschwester in Andersens Erzählungen am Residenztheater München, Bellezza in Händels Il Trionfosowie zuletzt Elisa in Il Re Pastore mit der Kammerakademie Potsdam.
Ab Sommer 2027 ist Marianna Herzig Teil des renommierten Nachwuchsprogramms „Le Jardin des Voix“ und wird als Carolina in Cimarosas Il Matrimonio Segreto unter der Leitung von William Christie und Paul Agnew mit Les Arts Florissants auf zahlreichen europäischen Bühnen zu erleben sein.